| Meldungen aus den Initiativen IMAG e.V. zur Abschiebung eines Irakers durch die Stadt Bielefeld
Die Initiative für eine menschenfreundliche Aufnahme Geflüchteter (IMAG e.V.) bezieht in einer Presseerklärung Stellung zur am 06.03.2025 erfolgten Abschiebung eines jungen Irakers, der bereits seit fast 10 Jahren in Bielefeld gelebt und gearbeitet habe. Sie kritisiert die Vorgehensweise der Ausländerbehörde, die den Mann unter einen Vorwand zu einem Termin eingeladen habe, von dem er ohne Vorwarnung in Handschellen abgeführt und sofort abgeschoben worden sei. In der Presseerklärung heißt es:
„Es ist erschreckend festzustellen, dass es keinerlei Relevanz mehr zu haben scheint, dass Menschen in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft integriert sind und dort gebraucht werden. Es scheint so zu sein, dass abgeschoben wird, weil man es eben kann. Das rechtliche Können ist die eine Sache, die Art und Weise des Vorgehens aber eine andere. Solch eine Praxis führt zu noch mehr Verunsicherung, Angst und Verzweiflung bei den Betroffenen. Auch ein vollziehbar ausreisepflichtiger Mensch hat eine Würde, Bedürfnisse, Gefühle und Menschen, die ihm nahestehen. Verwaltungshandeln sollte sich daran ausrichten und sich seiner Verantwortung bewusst sein. Wir appellieren an die Verantwortlichen in Bielefeld ihr Handeln zu hinterfragen.“
Die vollständige Presseerklärung ist hier zu finden.